
Erfasse nur, was du wirklich brauchst, hole Einwilligungen sauber ein und nutze klare Event‑Namen. Serverseitige Protokollierung kann Datenschutz verbessern, doch Transparenz bleibt Pflicht. Dokumentiere Schema, Eigentümerschaft und Aufbewahrungsfristen. Ein Solopreneur vereinfachte sein Tracking auf fünf zentrale Events, entfernte den Rest und sah die Diskussionen plötzlich klarer. Qualität schlägt Quantität, insbesondere bei kleinen Stichproben. Wer bewusst misst, kann auch bewusst entscheiden, weil jede Zahl eine Geschichte trägt, die verstanden und verantwortlich erzählt werden will.

Bestimme vorab die minimal sinnvolle Effektgröße, statt dich an p‑Werten festzubeißen. Kleine Produkte brauchen oft längere Laufzeiten oder stärkere Signale. Nutze grobe Power‑Abschätzungen, akzeptiere Unsicherheit, und arbeite mit Zwischenentscheidungen. Ein Team legte eine klare Stoppregel fest: kein Entscheid ohne mindestens eine Woche stabiler Daten. Dadurch verschwanden hitzige Ad‑hoc‑Interpretationen. Mathematische Strenge ist hilfreich, doch Pragmatismus hält den Takt. Entscheidend ist, dass Entscheidungen reproduzierbar sind und du die Konsequenzen bewusst tragen kannst.

Führe kurze Nutzergespräche, beobachte erste Schritte, sammle wörtliche Zitate und archiviere sie suchbar. Prüfe, ob Menschen den Nutzen in eigenen Worten beschreiben können. Achte auf zögerliches Verhalten, abgebrochene Flows und wiederkehrende Fragen. Eine Indie‑Makerin entdeckte, dass ihr stärkstes Hindernis ein unklarer erster Button war; fünf Gespräche, ein Wortwechsel, und die Aktivierung sprang. Qualitative Einsichten sind keine Gefühle, sondern dichte Beschreibungen von Wirklichkeit, die quantitative Trends erklären und Experimente fundierter, zielgenauer machen.